Vom Stress in den Berufsbranchen: wer vorsorgt, hilft sich

Arbeitsstress

Die tagtägliche Belastung im Alltag hat sich grundlegend gewandelt. Früher war es vor allem die körperliche Herausforderung, das Arbeiten am Fließband, das Menschen mit zunehmendem Alter belastete. Mit der technisch-industriellen Revolution hat sich das grundlegend geändert. Heute sind andere Faktoren dafür maßgeblich, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer berufsbedingt erkranken.

Faktoren wie die dauerhafte Arbeit am Bildschirm, das Sitzen über langen Zeitraum an einem Schreibtisch, aber auch die Stressbelastung und die unregelmäßige Terminfolge sorgen dafür, dass immer mehr Beschäftige das Gefühl haben, den Anforderungen nicht länger gewachsen, sondern statt dessen ausgebrannt und leer zu sein. Depressive Verstimmungen sind ebenfalls Folgen von zu hoher Belastung.

Stress in allen Branchen

Egal, ob die Tätigkeit in der Medienbranche, in der Gastronomie oder in einer B2B Internet Agentur ausgeübt, ob der Kontakt mit dem Kunden direkt ist oder im Back Office der Stress abgefedert werden muss: Es gibt eine Reihe von Symptomen, die es zu beachten gilt. Wer aufmerksam auf sich und seinen Körper hört, wer aber auch dem Rat seiner Ärzte folgt, der wird frühzeitig bemerken, wenn die innere Balance fehlt. Anzeichen wie Konzentrationsschwäche oder frühzeitige Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Antriebsschwäche sind deutliche Alarmsignale, dass im Job etwas nicht stimmen könnte. Naturgemäß sind Beschäftigte in jenen berufen besonders stark davon betroffen, wo der Leistungs- und Termindruck immens und die Arbeitszeiten höchst unregelmäßig sind.

Anzeichen nicht ignorieren

Wer solche Anzeichen an sich feststellt, sollte neben dem Einholen des ärztlichen Rates auch überlegen, ob ein Wechsel des Berufes sinnvoll ist. Oftmals kann der Wechsel bereits innerhalb eines Unternehmens helfen, Stress zu vermeiden – beispielsweise wenn ein Beschäftigter keine lange und mit Dienstreisen verbundenen Vertragsverhandlungen führen muss. Es ist aber auch möglich, dass eine Entlastung von Aufgaben wieder den nötigen Freiraum für die Entfaltung der Persönlichkeit schafft. Wer als Handwerksmeister bislang Abrechnung und Buchhaltung selbst erledigt hatte, sollte überlegen, ob er nicht gut beraten ist, wenn er sich einen Dienstleister dafür besorgt. Schließlich ist es sinnvoll, seine Aufgaben so zu strukturieren, dass eine Prioritätenliste gefertigt wird: Wichtiges zuerst, wenn möglich die Delegierung von Aufgaben und schließlich auch die Entscheidung, dass nachgeordnete Aufgaben erst später zu erledigen sind.

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